Wasserstoff

Studie für Rahmenbedingungen im globalen Wasserstoffhandel

22. September 2023
TÜV Nord Group und H2 Global analysierten Nachverfolgbarkeit entlang internationaler Lieferketten. Trackingsystem soll Transparenz schaffen

Der Aufbau einer internationalen Wasserstoffwirtschaft schreitet weiter voran. Hamburg will hier zur zentralen Drehscheibe in Nordeuropa werden. Doch beim Handel mit Wasserstoff und seinen Derivaten kommt auch die Frage auf: Woher kommt der Wasserstoff und wie nachhaltig wurde er produziert? Die TÜV Nord Group und die gemeinnützige Stiftung H2 Global haben nun eine Studie zur transparenten Nachverfolgbarkeit entlang globaler Lieferketten veröffentlicht. Sie soll der Europäischen Union Orientierung für Rahmenbedingungen im internationalen Wasserstoffhandel bieten. 

TÜV Nord: Trackingsystem über die gesamte Lieferkette hinweg

„Um möglichst schnell und transparent ein unabhängiges Handelssystem für Wasserstoffprodukte weltweit aufzubauen, benötigen wir ein Trackingsystem, das über die gesamte Lieferkette hinweg zuverlässig festhält, wie nachhaltig und in welcher Qualität der jeweilige Wasserstoff oder das Derivat produziert und transportiert wurde“, erklärt Jörg Aign, Geschäftsführer von TÜV Nord Ensys. „Mit diesem unabhängigen, transparenten System unterstützen wir die Nachverfolgbarkeit von Umweltauswirkungen, Produktqualitäten und regulatorischen Anforderungen über Prozesse und Lieferketten hinweg als Grundvoraussetzung für einen wirklich globalen Wasserstoffhandel.“ Bei der Entwicklung digitaler Lösungen wolle die TÜV Nord Group Partner wie SAP mit ihren Erfahrungen unterstützen. „Unsere Expertise in den Bereichen Sicherheit und Nachhaltigkeit ermöglicht es uns, Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen des sich schnell entwickelnden Wasserstoffmarktes gerecht werden“, ergänzt Silvio Konrad, Geschäftsführer TÜV Nord Systems.

Studie bietet EU Orientierungshilfe im globalen Wasserstoff-Handel

„Die TÜV Nord Group bekräftigt, dass Wasserstoff ein Schlüsselfaktor für die Energiewende und die Dekarbonisierung ist“, so Konrad. Im Rahmen der Studie wurden deshalb Bedarfe und Vorteile von einheitlichen Zertifizierungsprozessen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette analysiert. Die Ergebnisse der Studie sollen eine Orientierungshilfe für die Europäische Union zu Rahmenbedingungen im globalen Wasserstoffhandel bieten. Mit einem transparenten System könnten die Nachverfolgbarkeit von Umweltauswirkungen, Produktqualitäten und regulatorischen Anforderungen über Prozesse und Lieferketten hinweg als Grundvoraussetzung für einen globalen Wasserstoffhandel unterstützt werden, so Aign.
nj/mm

Quellen und weitere Informationen

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