Mit dem Corona Recovery Fonds will Hamburg Mittelständler und Startups fördern, die durch die Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind. „117 Hamburger Unternehmen haben bisher Zusagen über insgesamt 41,6 Millionen Euro aus dem Corona Recovery Fonds erhalten. Weitere 23 Anträge über insgesamt 8,8 Millionen Euro werden derzeit geprüft“, so Wirtschaftsenator Westhagemann.
Die Hamburger Corona-Hilfen sollen rund ein Jahr nach ihrem Start erneut aufgestockt und verlängert werden. Das beschloss der Senat am Dienstag. Das neue Angebot richtet sich im Rahmen des sogenannten Corona Recovery Fonds insbesondere an mittelständische Unternehmen. Standen bisher 800.000 Euro als maximaler Förderbetrag für Mittelständler zur Verfügung, sollen die Unternehmen nun bis zu 1,8 Millionen Euro beantragen können. Zudem wurde die Laufzeit des Programms bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.
Corona Recovery Fonds soll kleinere Unternehmen unterstützen
Schwelle für existenzbedrohte Unternehmen jetzt niedriger
„Fakt ist, dass viele Unternehmen aufgrund der Pandemie weiterhin auf Hilfen angewiesen sind“, so Westhagemann weiter. Der aufgestockte und verlängerte Corona Recovery Fonds erreiche dabei mit seinen vergleichsweise niedrigschwelligeren Antragsbedingungen auch Unternehmen, für die der Hamburger Stabilisierungsfonds (HSF) nicht in Frage kommt. Als „HSF light“ bezeichnet auch Finanzsenator Andreas Dressel das neue Paket. An den weiteren Programmen, wie dem Härtefallfonds, dem Neustartfonds für City und Zentren sowie den Mietzuschüssen bei Leerstand, würden die Behörden mit Hochdruck arbeiten, betont Dressel.
Ein Jahr Corona-Hilfen: mehr als 1,1 Milliarden Euro ausgezahlt
Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der für die Auszahlung der Corona-Hilfen zuständigen Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), zieht ein Jahr nach dem Start der Hilfen eine positive Bilanz. „Seit einem Jahr unterstützen wir nunmehr die Hamburger Wirtschaft bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie und haben bisher über 94.000 Anträge mit insgesamt über 1,1 Milliarden Euro ausgezahlt. Allein seit Beginn des Jahres haben wir rund 450 Millionen Euro an Überbrückungshilfen gewähren können“, so Sommer weiter.
tn/sb/kk