Unternehmen

100-jähriges Jubiläum NXP Semiconductors in Hamburg

10. Juni 2024
Das Halbleiterunternehmen gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen der Welt und treibt damit die Souveränität Deutschlands und der EU voran

Andere feiern mit einer Festschrift, einer Firmenfeier, vielleicht sogar mit einem Feuerwerk. NXP Semiconductors präsentierte zum 100-jährigen Jubiläum seines Hamburger Standorts „QSea I“. Der erste vollständig in Deutschland entwickelte und gebaute Demonstrator für einen Quantencomputer auf Ionenfallenbasis wurde am 30. Mai 2024 gemeinsam mit den Projektpartnern ParityQC, eleQtron und der DLR-Quantencomputer-Initiative (DLR QCI) in Hamburg Lokstedt vorgestellt. Das Halbleiterunternehmen ist ein wichtiger Partner der im Mai 2022 gestarteten Hamburger Quantencomputer-Initiative. Sie soll alle relevanten Stakeholder am Standort miteinander vernetzen, um die Zukunftstechnologie schnell in Anwendung zu bringen. Die QSea I-Präsentation bedeutet einen großen Schritt hin zu diesem Ziel. „Wir sind überzeugt, dass Industrie und Forschung in Hamburg und ganz Deutschland von diesem Projekt profitieren werden“, erklärte Lars Reger, CTO bei NXP Semiconductors. „Es wird dazu beitragen, wichtiges Know-how im Quantencomputing auf- und auszubauen, es zum wirtschaftlichen Nutzen für uns alle einzusetzen und auch unsere digitale Souveränität in Deutschland und der EU weiter zu stärken.“  

Halbleiter als Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Lars Reger, CTO bei NXP Semiconductors
Lars Reger, CTO bei NXP Semiconductors

Technologische Souveränität ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung und so betonte auch Bundeskanzler Olaf Scholz bei dieser Gelegenheit die Notwendigkeit bei allen entscheidenden Zukunftstechnologien im globalen Maßstab vorne dabei zu sein. „Nur wenn wir überall auf der Höhe der Zeit sind, können wir Einfluss darauf nehmen, wohin die Reise geht.“ Darüber hinaus würdigte er das Kerngeschäft des im NASDAQ gelisteten Unternehmens: „Halbleiter sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Ohne Halbleiter keine Autoindustrie, kein Maschinenbau, keine Elektronik. Die eigenständige Halbleiterproduktion in Deutschland sichert unsere Zukunft als Industrieland.“

Top 100 Global Innovators

Malte Heyne, Norbert Aust, Lars Reger und Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank
Malte Heyne, Norbert Aust, Lars Reger und Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank

Für seine Innovationskraft wurde NXP Semiconductors im vergangenen Jahr von der Handelskammer mit dem „Hamburg 2040“-Award ausgezeichnet, dem Zukunftspreis der Hamburger Wirtschaft. In seiner Laudatio unterstrich Handelskammer-Präses Professor Norbert Aust die Bedeutung des Unternehmens, gerade auch im Hinblick auf die großen Abhängigkeiten von Halbleiterherstellern aus den USA und Asien. „Mit NXP hat ein Unternehmen gewonnen, ohne dessen Produkte unser Alltag, aber auch die Technologien der Zukunft wie Smart-City-Lösungen, Cybersicherheit oder autonomes Fahren kaum denkbar sind“, so Aust. Tatsächlich wurde NXP Semiconductors bereits das zweite Jahr in Folge zu einem der Top 100 Global Innovators gezählt. Erstellt wird das Ranking der innovativsten Unternehmen der Welt vom britischen Clarivate Center for IP and Innovation Research™. NXP wurde für sein starkes Patentportfolio ausgewählt, das derzeit mehr als 9.500 Patentfamilien umfasst. 

Über 13 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2023

Forschungsfokus: Vernetzte Fahrzeuge
Forschungsfokus: Vernetzte Fahrzeuge

Was im Jahr 1924 mit einer Elektronenröhrenfabrik in Hamburg begann, hat sich zu einem globalen Unternehmen entwickelt. NXP Semiconductors ist in mehr als 30 Ländern vertreten und verzeichnete 2023 einen Umsatz von 13,28 Milliarden US-Dollar. Die internationale Unternehmenszentrale hat ihren Sitz im niederländischen Eindhoven. In Deutschland ist der Chiphersteller mit etwa 1.200 Mitarbeitern in den F&E-Kompetenzzentren Hamburg, München und Dresden sowie mit Vertriebsteams in München und Sindelfingen vertreten. Der Forschungsfokus liegt in Deutschland auf Anwendungen in den Bereichen Automobil, Industrie, IoT (Internet der Dinge), Mobilfunk und Kommunikationsinfrastruktur. So wird etwa im Rahmen des Projekts „FUTURE ME“ (Future Technologies for European innovation- and technology-sovereignty in Microelectronics) an 5nm-Mikroprozessoren für die Automobilindustrie, 6G-Testbeds und hochmodernen Radarsystemen geforscht. Und für die vernetzten Fahrzeuge der Zukunft entwickelt das Unternehmen Lösungen, die Autos miteinander und der sie umgebenen Infrastruktur interagieren lassen. Das Ziel dahinter: weniger Staus, weniger Emissionen, aber mehr Sicherheit.
ys/kk

Quellen und weitere Informationen

Ähnliche Artikel

Otto-Headquarter: Eröffnung

Otto bezieht neue Firmenzentrale in Hamburg

New Work für 3.000 Angestellte – Traditionsunternehmen hat in Hamburg-Bramfeld neues Headquarter eröffnet

Der neue Beiersdorf-Campus: multifunktional, nachhaltig, flexibel

Auf 51.000 Quadratmetern sind 3.200 verschiedene Arbeitsmöglichkeiten entstanden. Hamburg News erhielt eine exklusive Campus-Führung

Hamburg laut Studie eine der vielversprechendsten Städte der Zukunft

London, Hamburg und Zürich sind die vielversprechendsten europäischen Städte der Zukunft 2023. Das zeigt eine Studie der Financial Times Group

Neues Geschäftsführer-Duo für Hamburg Messe

Seit Anfang Januar komplettiert Heiko Stutzinger das Co-Leadership der HMC. Hamburg News sprach mit den Geschäftsführern über die Rolle der Messe
Die von uns eingesetzte Consent Management Plattform (https://app.usercentrics.eu/) konnte nicht geladen werden. Dies kann passieren, wenn AdBlocker diese URL fälschlicherweise blockieren. Einige Funktionen, wie z.B. Kartendarstellungen, Umkreissuchen oder Formulare, können so nicht verwendet werden. Um diese Funktionen benutzen zu können, deaktivieren Sie bitte Ihren AdBlocker oder erlauben Sie den Zugriff auf *.usercentrics.eu.