Startups

Grüne Startups: Mehr Frauen an der Spitze

11. April 2024
Green Startup Monitor 2024 legt neue Erkenntnisse rund um „nachhaltige“ Gründungen vor

Grüne Startups leisten einen wesentlichen Beitrag zur Transformation der Wirtschaft – das belegt der Green Startup Monitor 2024, ein Projekt des Borderstep Instituts und des Bundesverbands Deutsche Startups e. V.. Auf ökologische und ökonomische Ziele ausgerichtet, unterstützen sie etwa die Energiewende oder die Circular Economy. Deutschlandweit sind mittlerweile fast ein Drittel aller Startups nachhaltig ausgerichtet. Mit Erfolg. Der Anteil jener, die ihre Nachhaltigkeitswirkung nachweisen können, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 27 auf 39 Prozent. 

Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

„Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind nur dann erreichbar, wenn es gelingt, den Ressourcenverbrauch massiv zu reduzieren und Systeme neu zu denken“, betont Helmut Schönenberger, stellvertretender Vorsitzender des Startup-Verbands sowie Co-Founder & CEO von UnternehmerTUM. Startups würden dabei als Innovationstreiber und Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft eine herausragende Rolle spielen. Laut Green Startup Monitor 2024, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, kooperiert über die Hälfte der grünen Startups mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neueste Forschungsergebnisse würden dadurch in nachhaltige Geschäftsmodelle übrgehen. Außerdem würden grüne Startups oft mit etablierten Unternehmen zusammenarbeiten, was sie in der Wirtschaft zum Impulsgeber für Innovation und Wandel mache.

Grüne Startups: Gründerinnenanteil bei 24 Prozent

Auffällig ist bei grünen Startups der hohe Frauenanteil an der Unternehmensspitze. Sind es bei herkömmlichen Unternehmen 17 Prozent, liegt hier der Gründerinnenanteil bei 24 Prozent. Auch in Hamburg sind viele Frauen spitze beim Thema Nachhaltigkeit. So bieten etwa Anne Lamp und Johanna Baare mit Traceless eine auf natürliche Inhaltsstoffe basierende Alternative zu Kunststoffen. Mit diesem Nachhaltigkeitskonzept holten sich die Hamburgerinnen den zweiten Platz beim Future Hamburg Award 2021. Ökotrophologin Patricia Christians hingegen entwickelt mit ihrem Startup Green Food Planet maßgeschneiderte Strategien, um Lebensmittelunternehmen in eine nachhaltige und klimafreundliche Richtung zu lenken. Gegen den Trend von Fast Fashion in der Textilindustrie haben sich Stella Blohmke und Valéa Vadaleau positioniert. Mit Kybele wollen sie die Modewelt nachhaltiger gestalten. Außerdem gründete Nadine Herbrich Recyclehero: ein Startup, das Wertstoffe aus Privathaushalten, Restaurants oder Büros abholt und in lokale Kreisläufe zurückführt. Mit dieser Geschäftsidee wurde Herbrich zur „Starterin Hamburg 2024“ nominiert. Als Gewinnerin des von Hamburg Startups ausgerichteten Gründerinnenwettbewerbs ging unter anderem Johanna Zoern hervor. Mit Hinterland bietet sie landwirtschaftlichen Betrieben aus Spanien einen Marktplatz, die nach traditionellen, naturnahen Methoden arbeiten. 
mm/sb

Quellen und weitere Informationen

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