Nachhaltigkeit

Otto setzt bei Versandtüten vollständig auf Wildplastic

12. Februar 2024
Zwei Hamburger Unternehmen kooperieren bei nachhaltigen Versandtaschen aus eingesammeltem, wiederverwertetem Plastikmüll

Online-Shopping ist beliebter denn je – mit Folgen für Klima und Umwelt. Für den Versand wird bestellte Ware mehrschichtig verpackt, tonnenweise Plastikmüll fällt an und der CO2-Verbrauch steigt. Um dem entgegenzuwirken, kooperiert Otto seit 2020 mit dem Hamburger Startup Wildplastic. Das Ziel: Versandtaschen aus industriell hergestelltem Plastik abzulösen. Nachdem Ende 2022 bereits die Hälfte der versendeten Ware alternativ verpackt worden sei, sei nun zu Beginn 2024 die 100-Prozent-Marke geknackt worden.

Aus der Umwelt gesammeltes Plastik wird zu Otto-Versandtüten

„Für mich persönlich ist diese Zusammenarbeit ein großartiges Beispiel, wie Innovation und Nachhaltigkeit zusammenwirken – und das mit Impact und Skalierung“, erklärt Tobias Gruber, Head of Sustainability bei Otto. Auf die Testphase in 2020 habe erfolgreich aufgebaut werden können. Im Januar 2024 sei bei Versandtüten erstmals ausschließlich die Wildplastic-Alternative zum Einsatz gekommen: In der Umwelt aufgesammelter Plastikmüll aus weltweiten Regionen ohne ausreichende Müllinfrastruktur. Dieser wird in den Wertstoffkreislauf zurückgebracht und als Verpackungsmaterial wiederverwendet. Auf diese Weise könnten laut Wildplastic-Mitgründer Christian Sigmund nicht nur große Mengen Plastik aus der Umwelt gerettet, sondern auch hochqualitative Anwendungen ermöglicht werden. 

Zukünftig eine Million Kilogramm CO2 einsparen

Das Wildplastic-Konzept soll nicht nur eine nachhaltige Verpackungsalternative schaffen, sondern auch die Natur schrittweise von den riesigen Müllbergen befreien. Im Rahmen der Kooperation mit dem Hamburger Versandhändler seien von 2021 bis Ende 2023 rund 308 Tonnen Plastik aus der Umwelt gesammelt und über 740.000 Kilogramm CO2 eingespart worden. „Jetzt wollen wir zusammen den nächsten Meilenstein knacken: die 1.000.000-Kilogramm-CO2-Marke“, hebt Sigmund hervor. Ziel von Otto sei es, alle Artikel- und Versandpackungen auf recycelte, biologisch abbaubare oder mehrwegfähige Lösungen umzustellen, wie Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands Otto, erklärt. 
fw/mm

Quellen und weitere Informationen

Ähnliche Artikel

Future Hamburg Talk meets … Wildplastic-CEO Christian Sigmund

Startup-Mitgründer und -CEO Christian Sigmund über „wildes“ Plastik und wie es zurück in den Wertstoffkreislauf gelangt

Otto Group entwickelt internen KI-Assistenten

Chatbot „ogGPT“ soll Mitarbeitenden Zugriff auf konzerninterne Informationen ermöglichen sowie Arbeitsabläufe optimieren und effizienter machen

Goldeimer und Wildplastic wollen globales Plastikproblem bekämpfen

In einer internationalen Kooperation wollen Hamburger Sozialunternehmen Müllstrukturen analysieren und verbessern

Hamburg Sustainability Conference diskutiert Nachhaltigkeitsziele

Am 7. und 8. Oktober 2024 rücken in Hamburg der globale Norden und Süden für eine sozial-ökologische Transformation zusammen
Die von uns eingesetzte Consent Management Plattform (https://app.usercentrics.eu/) konnte nicht geladen werden. Dies kann passieren, wenn AdBlocker diese URL fälschlicherweise blockieren. Einige Funktionen, wie z.B. Kartendarstellungen, Umkreissuchen oder Formulare, können so nicht verwendet werden. Um diese Funktionen benutzen zu können, deaktivieren Sie bitte Ihren AdBlocker oder erlauben Sie den Zugriff auf *.usercentrics.eu.