„Mit dem neuen Ausbauziel für Offshore-Wind in Deutschland für 2040 und die langfristigen Ziele der EU für Offshore-Wind hat die Branche noch mehr Gründe, die Innovationsfähigkeit der letzten zwei Jahrzehnte auch in Zukunft unter Beweis zu stellen“, sagt EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis 2040 Offshore-Windkraftwerke in der Nord- und Ostsee mit einer Gesamtleistung von 40 Gigawatt realisieren zu wollen. Peter Frohböse, Head of Engineering & Analytics in Energy Systems bei DNV, erklärt: „Mit der Realisierung immer küstenfernerer Windparks, teilweise mit schwimmenden Windenergieanlagen, ergeben sich bedeutende Herausforderungen für Installation und Betrieb“. Gleichzeitig sehe er, dass der Markt sich, nach „großen Erfolgen in europäischen Gewässern“, global rapide weiterentwickle. Auch für die Entwicklung globaler Lieferketten und Anlagentypen in anderen Regionen seien viele Innovationen erforderlich, so Frohböse weiter.
Im April 2021 vergeben das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) und der Assurance-Dienstleister DNV bereits zum zweiten Mal den Offshore Innovation Award. Der Preis soll neuartige und innovative Ideen innerhalb der Offshore-Branche auszeichnen. Nun ist die Bewerbungsphase für den Award gestartet. Thematisch seien der Fantasie der Bewerber*innen kaum Grenzen gesetzt, so die Veranstalter. Denkbar wären demnach etwa Einreichungen zur Wasserstoffproduktion, zum Korrosionsschutz oder zu den Fundamenten von Offshore-Windparks. Die Bewerbung für den Award ist noch bis zum 18. April möglich. Der Preis soll am 28. April im Rahmen der digital stattfindenden Hamburg Offshore Wind Conference (HOW) verliehen werden.
Offshore-Windenergie in Deutschland: Branche braucht Innovationen
Offshore Innovation Award ist Teil der Hamburg Offshore Wind Conference
Zu den Bewertungskriterien für die Vorauswahl des Offshore Innovation Award 2021 sollen das Ausmaß der technischen Innovation, die Praktikabilität, der mögliche Markterfolg sowie das Potenzial für Kostensenkungen bei Windparks zählen. Die Teilnehmer*innen der Hamburg Offshore Wind Conference (HOW), die in diesem Jahr erstmals digital ausgerichtet wird, stimmen am 28. April unter drei Nominierten über den Gewinner ab. Den ersten Offshore Innovation Award gewann 2019 das Unternehmen Esteyco mit einer absenkbaren Offshore-Windkraftanlage, die schwimmend zum Installationsort transportiert und ohne große Installationsschiffe und – kräne installiert werden kann.
tn/sb/kk
Quellen und weitere Informationen
Erneuerbare Energien Hamburg
Im Industrienetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg (EEH) engagieren sich rund 200 Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien für die Umsetzung der Energiewende. Dazu gehören Hersteller, Projektentwickler, Geldgeber und Forschungsinstitute aus der Metropolregion Hamburg. Aktuell widmet sich das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg unter anderem dem Aufbau des Bereichs „Wasserstoffwirtschaft in der Metropolregion Hamburg“.