Pressemitteilung

Weltleitmesse in Hamburg: Globale Perspektive auf Zukunft der Windenergie

21. September 2026
Weltweit sind inzwischen 1.299 Gigawatt Windenergieleistung installiert. Damit ist Windkraft zu einem wichtigen Bestandteil des globalen Stromsystems geworden. In der nächsten Entwicklungsstufe geht es aber nicht mehr nur um zusätzliche Gigawatt. Entscheidend wird, wie sich immer größere Mengen Windstrom verlässlich in bestehende Energiesysteme integrieren lassen. Die Antworten fallen regional unterschiedlich aus: bei Netzen und Speichern ebenso wie bei Offshore-Infrastruktur, Digitalisierung oder Wasserstoff. Auf der WindEnergy Hamburg treffen diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinander.

Mehr als 1.600 ausstellende Unternehmen aus 40 Ländern und rund 43.000 Teilnehmende aus 100 Nationen werden vom 22. bis 25. September zur WindEnergy Hamburg erwartet. In über einem Jahrzehnt hat sich die Messe zu einem der wichtigsten internationalen Treffpunkte der Branche entwickelt. Sie gilt zugleich als Seismograph dafür, welche Technologien und Lösungen die Windenergie in den kommenden Jahren prägen werden.

"Die Windenergie erreicht einen Punkt, an dem die Integration in das Energiesystem ebenso wichtig wird wie der Zubau neuer Kapazitäten", sagt Windenergieexperte Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH). "Die entscheidende Frage ist, wie Windenergie mit Netzen, Speichern, digitalen Technologien, Industrie und Wasserstoff zusammenspielen kann."

Die Unsicherheit auf den internationalen Energiemärkten nimmt zu. Gleichzeitig wird deutlich, wie unterschiedlich sich die Windmärkte entwickeln. Investitionsbedingungen, Infrastruktur und technologische Prioritäten unterscheiden sich teils erheblich. Fünf Welt-Regionen bieten einen besonders guten Einblick in die Richtung, in die sich der globale Markt bewegt:

  • Europa – Systemintegration: In Europa rücken Netze, Energiespeicher, Genehmigungen, Offshore-Infrastruktur und Repowering von Windkraftanlagen stärker in den Mittelpunkt.
  • Asien – Skalierung und Offshore-Wachstum: China ist bei Produktion und Ausbau weltweit an der Spitze. Gleichzeitig bauen Japan, Südkorea und Taiwan ihre Offshore- und Floating-Wind-Märkte aus.
  • Nordamerika – Ressourcen und Nachfrage: Die USA und Kanada verfügen über große Windressourcen und einen wachsenden Strombedarf, allerdings verändern sich dort die regulatorischen Bedingungen.
  • Indien – schnelles Wachstum: Indien entwickelt sich zu einem der wichtigen Wachstumsmärkte und wird gleichzeitig zu einem bedeutenden Produktionsstandort.
  • Brasilien – erneuerbares Potenzial: Brasilien ist bekannt für seinen Rohstoffreichtum, das gilt auch für Energie. Starke Onshore-Windressourcen treffen auf neue industrielle Chancen rund um Netze, Power-to-X und grünen Wasserstoff..

Windenergie ist weit mehr als die Turbine

Mit dem Ausbau verändert sich auch die technologische Agenda. Energiespeicher und leistungsfähige Stromnetzwe werden wichtiger, um Windstrom verlässlich ins Energiesystem zu integrieren. KI und Digitalisierung helfen bei Wartung, Steuerung und Optimierung. Im Offshore-Bereich beeinflussen zunehmend auch Häfen, Installationsschiffe, Kabel und belastbare Lieferketten das Tempo des Ausbaus. Wasserstoff und die Umwandlung von einer Energieform in die andere durch Power-to-X eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, erneuerbaren Strom für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen.

"Ob Herausforderungen beim Netzanschluss, Energiesicherheit, die Integration von Speichertechnologien oder KI-basierte Wartungslösungen: Auf der WindEnergy Hamburg 2026 treffen Politik, Verwaltung und Wissenschaft auf die führenden Akteure der Windindustrie, um gemeinsam die Zukunft der Onshore- und Offshore-Windenergie zu gestalten. Windenergie ist nicht nur entscheidend für das Erreichen der Klimaziele, sondern auch für die Stärkung der europäischen Energiesicherheit und industriellen Wettbewerbsfähigkeit", sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und Congress.

Beim Auftakt der WindEnergy Hamburg sind führende internationalen Unternehmen der Branche präsent. Mit dabei sind unter anderem Iberdrola (ES), Ørsted (DK), Siemens Gamesa (DE/ES), Vattenfall (SE), Vestas (DK) und EDP (PT). Im Mittelpunkt stehen Themen wie Energiesicherheit, Wettbewerbsfähigkeit oder Investitionen und die Frage, unter welchen Bedingungen Windenergie weltweit weiter skaliert werden kann.

Die Eröffnungskonferenz am 22. September von 10:30 bis 12:00 Uhr (MEZ) wird live übertragen. Und kann hier online verfolgt werden: Live-Streams - WindEnergy Hamburg

Weitere Einblicke in internationale Märkte bietet das Global Markets Theatre der WindEnergy Hamburg.

Globale Energietrends in lokale Wertschöpfung übersetzen

Windenergie ist längst Teil eines größeren Systems aus Speichern, Netzen, Digitalisierung, KI, Wasserstoff und neuen industriellen Anwendungen. Gleichzeitig brauchen globale Herausforderungen konkrete Lösungen vor Ort. Das sich die weltweite Branche regelmäßig in Hamburg trifft ist kein Zufall, denn die Hansestadt zählt zu den führenden europäischen Standorten für erneuerbare Energien. Hier treffen Windindustrie, Forschung, Hafen- und maritime Infrastruktur, Netzkompetenz und eine wachsende Wasserstoffwirtschaft aufeinander.

Ein lohnendes Beispiel für die Regionale perspektive ist der derzeit entstehende Innovationspark Hamburg-Bergedorf. Dort sollen international renommierte Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Energieinfrastruktur enger zusammenarbeiten, damit neue Technologien schneller den Weg aus der Forschung in die industrielle Anwendung finden.

Am 22. September um 14:00 Uhr diskutieren Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Hamburg-Invest-CEO Dr. Rolf Strittmatter und Prof. Dr. Hans Schäfers von der HAW Hamburg am Stand des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) in Halle B7 darüber, wie daraus wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen und Innovation gefördert werden kann.

"Innovationsparks können aus Forschung wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen lassen, indem sie Wissenschaft, Unternehmen und Infrastruktur an einem Ort zusammenbringen. Entscheidend ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass neue Technologien schneller aus der Entwicklung in die praktische Anwendung kommen." sagt Dr. Rolf Strittmatter, CEO von Hamburg Invest.

Vier Tage lang zeigt Hamburg mit der Weltleitmesse für Windenergie an einem Ort, wie die großen Windregionen der Welt dieselbe Aufgabe auf unterschiedliche Weise angehen: immer mehr Windenergie zu einem verlässlichen und wettbewerbsfähigen Bestandteil des Energiesystems der Zukunft zu machen.

Eröffnungspressekonferenz – WindEnergy Hamburg

Bei der Eröffnungspressekonferenz können Journalistinnen und Journalisten mit internationalen Branchenvertreterinnen und -vertretern über die Lage der globalen Windindustrie, Energiesicherheit und Wettbewerbsfähigkeit diskutieren sowie mehr über zentrale Marktherausforderungen sowie die wachsende Bedeutung der Asien-Pazifik-Region erfahren. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Andrea Thilo.

Die Teilnahme ist sowohl vor Ort in Hamburg als auch online per Livestream möglich.

Datum: 22. September 2026
Uhrzeit: 09:00–10:00 Uhr
Raum: Chicago, 2. Stock, nahe Eingang Mitte

Anmeldung:
https://app.smartsheet.com/b/form/019fb198a1f577d8b585710182e7db3b

Alle Meldungen, Programme, Fotos, Videos und Aussteller:
https://www.windenergyhamburg.com/news-topics/press

Medienakkreditierung:
https://www.windenergyhamburg.com/news-topics/press/accreditation

 Medien Kontakt WindEnergy Hamburg
Jusrah Doosry
PR Manager WindEnergy Hamburg
T. +49 40 3569-2447
E: jusrah.doosry@hamburg-messe.de

Quellen und weitere Informationen

Hamburg Invest

Hamburg Invest ist die One Stop Agency für Ansiedlungen und Investitionen in Hamburg sowie zentraler Partner der Hamburger Wirtschaft zu allen Themen der Wirtschaftsförderung. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen gibt es vielfältige Serviceangebote. Die Vermarktung städtischer Gewerbe- und Industrieflächen - von der Flächenentwicklung über Werbung und Kundenansprache bis zur Grundstücksvergabe - ist eine weitere Aufgabe. Technologie- und wissensbasierte Startups finden hier ihre zentrale Anlaufstelle.

Die von uns eingesetzte Consent Management Plattform (https://app.usercentrics.eu/) konnte nicht geladen werden. Dies kann passieren, wenn AdBlocker diese URL fälschlicherweise blockieren. Einige Funktionen, wie z.B. Kartendarstellungen, Umkreissuchen oder Formulare, können so nicht verwendet werden. Um diese Funktionen benutzen zu können, deaktivieren Sie bitte Ihren AdBlocker oder erlauben Sie den Zugriff auf *.usercentrics.eu.