Sie ist gekommen, um zu bleiben: Künstliche Intelligenz (KI). In Hamburg wird die Zukunftstechnologie in diversen Projekten erforscht und ausprobiert – eine Auswahl.

Sie ist gekommen, um zu bleiben: Künstliche Intelligenz (KI). In Hamburg wird die Zukunftstechnologie in diversen Projekten erforscht und ausprobiert – eine Auswahl.

Nach vier Jahren und 123 geförderten Startups endete 2025 der AI.STARTUP.HUB, der das Wachstum von AI-Ideen in der Metropolregion Hamburg vorangetrieben hat. Dieses Vakuum füllt nun der AI.HUB. Das Projekt der AI.GROUP erweitert das Angebot und bindet Unternehmen ein, mit dem expliziten Ziel, AI Champions zu schaffen.
Mit Angeboten von Ausbildung über Ideation (Ideenfindungsmethode) und Implementierung bis Skalierung von KI-Lösungen, unterstützt der AI.HUB Unternehmen und Startups ab 2026 dabei, Künstliche Intelligenz schnell, effektiv und wirtschaftlich erfolgreich einzusetzen. Die unternehmerische Innovationsplattform versteht sich als ganzheitlicher AI-Transformationspartner mit Fokus auf ‚AI-Strategieentwicklung‘, ‚Co-Creation zwischen Unternehmen & Startups‘, ‚Use-Case-Entwicklung & Pilotprojekte‘ sowie ‚Implementierung & Skalierung‘.
Die Transformations-Journey „Learn – Try – Do“ baut dabei auf den Expertisen der verschiedenen Initiativen innerhalb der AI.GROUP auf: Learn: AI.ACADEMY (Trainings, Masterclasses), Try: AI.LAB (Ideation-Workshops, Hackathons) und Do: AI.FACTORY (Prototyping, Pilotprojekte). Zudem ist der AI.Hub Teil eines Netzwerks aus Hochschulen, Unternehmen, Verbänden und Investoren.

Bei der digitalen Transformation stehen Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) vor anderen Herausforderungen als größere Firmen. Verwaltungsorganisationen haben einen anderen Fokus als Wirtschaftsunternehmen. Dazu wirken Investitionskosten für die Implementierung von KI-Tools oft als Hemmschwelle. Hier sind differenzierte Tools gefragt.
Unter dem Dach des von der EU geförderten European Digital Innovation Hubs (EDIH) bietet EDIH Hamburg ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für die digitale Transformation von Wirtschaft und Verwaltung. Ein Fokus-Thema: KI. Dienstleistungen wie „Test Before Invest“ erlauben den Zugang zu Demonstratoren oder die Entwicklung von Prototypen. „Support to find invest“ bietet Unterstützung bei der Vermittlung von Investitionen. Dazu gibt es verschiedene Formate zum Wissenstransfer (Skills & Training) sowie Technologieveranstaltungen und Foren für den Innovationsaustausch (Innovation Ecosystem). Das dreijährige Projekt ist 2022 mit sechs Partnern gestartet – darunter ARIC – und geht mit EDIH 2.0 in die Verlängerung. Bis Ende 2028 wird es KI-Sprechstunden, Expert:innengespräche und Delegationsreisen für den Austausch über lokale Grenzen hinweg geben, um die paneuropäische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

KI kann entscheidend dazu beitragen, globale Probleme wie Klimawandel, Gesundheitsversorgung oder Ressourcenknappheit zu bewältigen. Allerdings müssen KI-Anwendungen und -Modelle verantwortungsvoll und nachhaltig entwickelt werden. Dazu muss beim KI-Einsatz etwa der Energieverbrauch optimiert werden.
Harnessing Artificial Intelligence for Sustainable Development and Climate Change (HAISDCC), konzipiert vom Forschungs- und Transferzentrum für Nachhaltige Entwicklung und Klimamanagement (FTZ NK) der HAW Hamburg, untersucht das Potenzial von KI-Anwendungen in verschiedenen Feldern. Von Klimamodellierung oder Katastrophenvorhersage über Smart-City-Lösungen bis zu nachhaltigem Wassermanagement und Biodiversitätserhaltung. Dabei sollen KI-Modelle entwickelt werden, die nicht nur akute Probleme lösen, sondern auch den Prinzipien der Nachhaltigkeit, Ethik und Fairness entsprechen. Zudem werden soziale, wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen von KI-Implementierungen untersucht und Partnerschaften zwischen Regierungen, Hochschulen, Zivilgesellschaften und dem Privatsektor angestoßen. In dem Anfang 2025 gestartetem Programm sind Veranstaltungen sowie Pilotprojekte geplant.

Manchmal entscheiden bei Verkehrsunfällen Minuten über Leben und Tod. Könnte der Verkehrsfluss durch smarte Sensortechnologien und KI optimiert werden, würde das Einsatzkräften wertvolle Zeit verschaffen. Sicherheit, Effizienz und Lebensqualität sind zudem Anforderungen der angestrebten „15-Minuten-Stadt“.
Als Teil des Innovations- und Forschungsverbunds „Hanseatic Wireless Innovation Competence Center“ (HAWICC) zielt NGCN auf die Entwicklung eines digitalen Echtzeit-Verkehrslagebildes, das eine optimierte Routenplanung etwa für Rettungsfahrzeuge erlaubt. So können virtuelle 3D-Stadtmodelle, Digital Twins und KI-basierte ad-hoc Sensorik personalisiertes Routing ermöglichen. Eine Daten-, Modell- und Wissensplattform auf Basis intelligenter Assistenz- und Entscheidungssysteme soll Planung und Koordination urbaner Infrastrukturen effizienter und vorausschauender gestalten. Hamburg ist einer von vier Innovationsstandorten, wo das DZM an digitalen Innovationen für eine nachhaltige Mobilität forscht. Partner des Verbundprojekts mit einer Laufzeit von 01/2025 – 12/2027 und einer Fördersumme von 16,4 Millionen Euro sind HCU, TUHH, DFKI, Björn Steiger Stiftung und BREUER Nachrichtentechnik.
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