Digitalisierung, Klimawandel & Co. – Die maritime Branche muss sich wandeln. Ob autonome Tauchroboter oder grüne Energie für Schiffe: Mit Projekten wie diesen wird der Wandel von Hamburg aus vorangetrieben.

Digitalisierung, Klimawandel & Co. – Die maritime Branche muss sich wandeln. Ob autonome Tauchroboter oder grüne Energie für Schiffe: Mit Projekten wie diesen wird der Wandel von Hamburg aus vorangetrieben.

Wie sieht der Hafen der Zukunft aus? Die Hafenwirtschaft gilt als zutiefst tradierte Branche. Es braucht Know-how und Platz, um maritime Innovationen unter Realbedingungen zu testen – und so den Hafen wettbewerbsfähig für morgen zu machen.
Mit dem Homeport stellt die Hamburg Port Authority (HPA) einen Innovationscampus bereit. Ob Drohnen, Internet of Things (IoT) oder 3D-Druck: Zukunftstechnologien können auf dem HPA-Areal an Land, in der Luft oder im Wasser getestet werden. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Startups und Akteur:innen aus der Wissenschaft, die Prototypen unter realen Bedingungen erproben wollen, um Innovationen für die maritime Wirtschaft und Logistik voranzutreiben – und die digitale Transformation des Hafens mitzugestalten. So soll der Homeport die Brücke zwischen der traditionellen Hafenbranche und der innovativen Tech-Welt schlagen. Darüber hinaus versteht sich der Campus als kollaboratives Ökosystem, bei dem der Wissensaustausch im Vordergrund steht.

Um im Hafen Strom zu erzeugen, müssen Schiffe ihre eigenen Dieselmotoren laufen lassen. Diese sind geräuschintensiv und stoßen Emissionen aus. Die Verordnung ‚Fuel EU Maritime‘ schreibt vor, dass große Container- und Kreuzfahrtschiffe ab 2030 in den wichtigsten europäischen Häfen Landstrom nutzen müssen.
Werden Schiffe an eine Landstromanlage angeschlossen, können sie ihren Strombedarf bestenfalls mit erneuerbarer Energie aus dem öffentlichen Stromnetz decken. Hamburg hat sich europaweit als Vorreiter für Landstrom positioniert. Im Jahr 2016 ging am Kreuzfahrtterminal Altona die erste Hamburger Landstromanlage an den Start. Seit 2024 ist Hamburg der erste Hafen in Europa, der Landstrom für Kreuzfahrt- sowie für Containerschiffe anbietet.

In unseren Ozeanen schwimmen rund 25 Millionen Tonnen Plastikmüll – mehr als 90 Prozent davon liegt auf dem Meeresboden. Allein in europäische Gewässer gelangen pro Jahr bis zu 500.000 Tonnen Makroplastik und bis zu 130.000 Tonnen Mikroplastik. Doch herkömmliche Bergungsmethoden sind kostspielig und riskant.
Ein Europäisches Konsortium – unter Beteiligung der Hamburg Port Authority (HPA) und des Fraunhofer CML – setzt auf autonome Technologien, um die Weltmeere sauber zu halten. Mit Sea Clear 2.0 wird ein automatisiertes System entwickelt, das Müll erkennen und bergen kann – mithilfe von Drohnen, unbemannten Wasserfahrzeugen, ferngesteuerten Unterwasserrobotern und einem intelligenten Greifarm. Um Sea Clear 2.0 smart zu machen, kombinieren die Forschenden künstliche Intelligenz mit Sensorik und einem Digitalen Zwilling. An dem von der EU geförderten Vorhaben sind Forschungseinrichtungen, Industriepartner und zivilgesellschaftliche Organisationen aus insgesamt neun europäischen Ländern beteiligt.

Um die Klimaziele einzuhalten, müssen fossile Brennstoffe langfristig auch im maritimen Sektor weichen. Neue, vielversprechende Energieträger sind Ammoniak, Methanol und Wasserstoff. Hierfür gilt es eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.
Um sich weiter für die Energiewende zu wappnen, positioniert sich der Hafen als Sustainable Energy Hub Hamburg (SEH). Zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten gehören:
Die SEH-Initiative internationaler Energie-, Logistik- und Industrieakteure zielt darauf ab, dass sich weitere Industrie- und Umschlagunternehmen aus dem Bereich nachhaltiger Energien sowie wichtige Zulieferbetriebe von Anlagen und technischer Ausrüstung niederlassen. Zudem geht es darum, sich zu vernetzen und dem Energiehafen Sichtbarkeit zu verleihen. Initiiert von der Hamburg Port Authority (HPA), gehören u. a. das Energieunternehmen MB Energy, der Wasserstoffhersteller Air Products und Shell zu den Partnern des Hubs.
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