Hamburgs Hafen im Wandel

Was macht den Hafen zukunftsstark?

Ein Paar umarmt sich am Ufer und blickt auf einen Containerhafen mit Frachtschiff und Kränen.

Digitalisierung, Klimawandel & Co. – Die maritime Branche muss sich wandeln. Ob autonome Tauchroboter oder grüne Energie für Schiffe: Mit Projekten wie diesen wird der Wandel von Hamburg aus vorangetrieben.

Homeport

Raum für maritime Innovationen

  • Reallabor für den Hafen der Zukunft
  • Tech-Enabler und Brückenbauer

 

 

Vierbeiniger Roboter auf Pflastersteinweg mit zwei Personen und Baukränen im Hintergrund.
Der Homeport soll die Brücke zwischen Hafenwirtschaft und Tech-Welt schlagen, um Innovationen voranzutreiben

Herausforderung

Wie sieht der Hafen der Zukunft aus? Die Hafenwirtschaft gilt als zutiefst tradierte Branche. Es braucht Know-how und Platz, um maritime Innovationen unter Realbedingungen zu testen – und so den Hafen wettbewerbsfähig für morgen zu machen.

Lösung

Mit dem Homeport stellt die Hamburg Port Authority (HPA) einen Innovationscampus bereit. Ob Drohnen, Internet of Things (IoT) oder 3D-Druck: Zukunftstechnologien können auf dem HPA-Areal an Land, in der Luft oder im Wasser getestet werden. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Startups und Akteur:innen aus der Wissenschaft, die Prototypen unter realen Bedingungen erproben wollen, um Innovationen für die maritime Wirtschaft und Logistik voranzutreiben – und die digitale Transformation des Hafens mitzugestalten. So soll der Homeport die Brücke zwischen der traditionellen Hafenbranche und der innovativen Tech-Welt schlagen. Darüber hinaus versteht sich der Campus als kollaboratives Ökosystem, bei dem der Wissensaustausch im Vordergrund steht.

Landstrom

Hamburg als Vorreiter

  • Hamburger Hafen setzt seit 2026 auf Ausbau von Landstrom
  • Erneuerbarer Strom für Kreuzfahrt- und Containerschiffe
Modernes Gebäude der Hamburg Port Authority mit Beschriftung „Landstrom Altona“ am Hafen unter blauem Himmel.
Hamburg macht es vor: Als erster Hafen Europas gibt es hier Landstrom für Container- und Kreuzfahrtschiffe

Herausforderung

Um im Hafen Strom zu erzeugen, müssen Schiffe ihre eigenen Dieselmotoren laufen lassen. Diese sind geräuschintensiv und stoßen Emissionen aus. Die Verordnung ‚Fuel EU Maritime‘ schreibt vor, dass große Container- und Kreuzfahrtschiffe ab 2030 in den wichtigsten europäischen Häfen Landstrom nutzen müssen.

Lösung

Werden Schiffe an eine Landstromanlage angeschlossen, können sie ihren Strombedarf bestenfalls mit erneuerbarer Energie aus dem öffentlichen Stromnetz decken. Hamburg hat sich europaweit als Vorreiter für Landstrom positioniert. Im Jahr 2016 ging am Kreuzfahrtterminal Altona die erste Hamburger Landstromanlage an den Start. Seit 2024 ist Hamburg der erste Hafen in Europa, der Landstrom für Kreuzfahrt- sowie für Containerschiffe anbietet.

  • Kreuzfahrt: Ab 2026 steht an allen Cruise-Terminals (Altona, Steinwerder und HafenCity) eine Landstrom-Infrastruktur zu Verfügung.
  • Containerschiffe: Die großen Terminals (CTB, CTT, CTA und Eurogate) verfügen über Landstromanlagen für große Schiffe.
  • Binnenschifffahrt: Auch das Netz an Ladestromsäulen für Binnenschiffe und Innenhafenverkehre wird stetig ausgebaut.

Sea Clear 2.0

Roboter, die den Meeresboden reinigen

  • europäisches Forschungsprojekt mit starker Hamburger Beteiligung
  • Drohnen, Tauchroboter und autonome Boote für sauberere Meeresböden
Gelbes USV SeaCat Boot mit Drohne DJI M200 zur Überwachung und Sammlung von Meeresmüll im Wasser.
Mit Drohnen, Unterwasserrobotern und Wasserfahrzeugen soll Seaclear autonom Müll aus dem Wasser bergen

Herausforderung

In unseren Ozeanen schwimmen rund 25 Millionen Tonnen Plastikmüll – mehr als 90 Prozent davon liegt auf dem Meeresboden. Allein in europäische Gewässer gelangen pro Jahr bis zu 500.000 Tonnen Makroplastik und bis zu 130.000 Tonnen Mikroplastik. Doch herkömmliche Bergungsmethoden sind kostspielig und riskant.

Lösung

Ein Europäisches Konsortium – unter Beteiligung der Hamburg Port Authority (HPA) und des Fraunhofer CML – setzt auf autonome Technologien, um die Weltmeere sauber zu halten. Mit Sea Clear 2.0 wird ein automatisiertes System entwickelt, das Müll erkennen und bergen kann – mithilfe von Drohnen, unbemannten Wasserfahrzeugen, ferngesteuerten Unterwasserrobotern und einem intelligenten Greifarm. Um Sea Clear 2.0 smart zu machen, kombinieren die Forschenden künstliche Intelligenz mit Sensorik und einem Digitalen Zwilling. An dem von der EU geförderten Vorhaben sind Forschungseinrichtungen, Industriepartner und zivilgesellschaftliche Organisationen aus insgesamt neun europäischen Ländern beteiligt.

Sustainable Energy Hub Hamburg (SEH)

Chancen der Energiewende nutzen

  • Hamburger Hafen als Drehscheibe für nachhaltigere Energieträger
  • Energie-, Logistik- und Industrieakteure bündeln Kräfte für Energietransformation
Zwei Personen fahren mit Fahrrädern an einem Hafen mit Containerschiffen und Kränen bei sonnigem Wetter entlang.
Mit Projekten im Bereich Wasserstoff, Methanol und Ammoniak will sich der Hamburger Hafen als Sustainable Energy Hub positionieren

Herausforderung

Um die Klimaziele einzuhalten, müssen fossile Brennstoffe langfristig auch im maritimen Sektor weichen. Neue, vielversprechende Energieträger sind Ammoniak, Methanol und Wasserstoff. Hierfür gilt es eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.

Lösung

Um sich weiter für die Energiewende zu wappnen, positioniert sich der Hafen als Sustainable Energy Hub Hamburg (SEH). Zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten gehören:

  • Importterminals für Methanol sowie Ammoniak
  • 60 Kilometer langes Wasserstoff-Netz HH-Win
  • 100-Megawatt-Elektrolyseur für die Herstellung von Wasserstoff, am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg

Die SEH-Initiative internationaler Energie-, Logistik- und Industrieakteure zielt darauf ab, dass sich weitere Industrie- und Umschlagunternehmen aus dem Bereich nachhaltiger Energien sowie wichtige Zulieferbetriebe von Anlagen und technischer Ausrüstung niederlassen. Zudem geht es darum, sich zu vernetzen und dem Energiehafen Sichtbarkeit zu verleihen. Initiiert von der Hamburg Port Authority (HPA), gehören u. a. das Energieunternehmen MB Energy, der Wasserstoffhersteller Air Products und Shell zu den Partnern des Hubs.

Mehr zu Future Hamburg 

Sie möchten mehr über Innovationen erfahren oder das Netzwerk in Hamburg kennenlernen, dann sind Sie hier richtig.

Carmen Leichsenring
IHRE ANSPRECHPARTNERIN

Carmen Leichsenring

Projektmanagerin Future Hamburg
+49 40 / 41 11 10 - 639

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