Hamburg als Drohnenstandort der Zukunft

Hamburg hebt ab

Junger Mann springt dynamisch von einer geneigten Mauer vor blauem Himmel und Gebäude im Hintergrund.

Die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen sind vielfältig. So bringen starke Player wie das Netzwerk Windrose oder Beagle Systems Hamburg als Drohnenstandort voran.

Beagle Systems

Überwachung kritischer Infrastruktur 

  • Autonome Langstreckendrohne
  • BVLOS-Flüge nach neuem EU-Recht
  • „Drone-as-a-Service“-Ansatz

 

Fünf Personen stehen zwischen zwei Lieferwagen mit geöffneten Türen und mehreren Drohnen im Laderaum.
Beagle Systems möchte ein Ökosystem für Drohnen-basierte Dienstleistungen aufbauen

Mission

Der Markt für BVLOS-Drohnen, also außerhalb der Sichtweite des Piloten operierende Drohnen (Beyond Visual Line of Sight), steckt noch in den Kinderschuhen. Ein früher Akteur ist Beagle Systems mit der Entwicklung einer autonomen Langstreckendrohne. Das Startup wurde 2019 von Oliver Lichtenstein, Jerry Tang sowie Mitja Wittersheim gegründet und in der Anfangsphase durch Exist und IFB Hamburg gefördert. Beagle Systems zielt auf den Aufbau eines kompletten Ökosystems für Drohnen-basierte Dienstleistungen und wurde 2021 mit dem Hamburger Gründerpreis ausgezeichnet. Eine Seed-Finanzierungsrunde im April 2025 erbrachte 5 Millionen Euro vornehmlich vom Venture-Capital-Fonds PT1 und AENU. Damit will das Unternehmen sein Geschäftsmodell „Drone-as-a-Service“ in Europa weiter ausbauen. Kunden müssen keine eigene Drohnenflotte betreiben, Beagle Systems übernimmt Planung, Durchführung und Datenlieferung. 

Services

Zugelassen für Flüge in der EU reicht das Angebot von Inspektionen über Vermessungen bis zu Umweltmonitoring. So liefert Beagle Systems Stromnetz-Betreibern einen zentimetergenauen Überblick über ihre Anlagen, bietet Kontrollflüge für Großbaustellen oder überprüft Pipelines auf gefährliche Methan-Lecks.

BLU-Space

Blaupause für Deutschland

  • Drohnen in engen Luftraum integrieren
  • Vorrang für SAR-Drohnen
  • Datenaustausch und Kommunikation sichern
Drohne fliegt über einen Hafen mit Containerkränen und Lagergebäuden an einem bewölkten Tag.
Im Projekt BLU-Space soll ein Erprobungsluftraum entstehen, um Drohnen sicher in den zunehmend dichteren Luftraum zu integrieren.

Mission

Die Jahresstatistik 2024 des Hamburg Airport registriert 127.000 Flugbewegungen, rund 5,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Es wird also enger im Hamburger Luftraum. Und das bedeutet für die aufstrebende Drohnenbranche: Jede neue Nutzung muss sorgfältig integriert werden. Diese Integration soll zukünftig über sogenannte U-Spaces erfolgen: abgegrenzte Bereiche im bodennahen Luftraum. Dazu entsteht mit BLU-Space („Blueprint U-Space“) bis Mai 2026 der erste „Erprobungsluftraum“ in Deutschland, in dem Daten aus unterschiedlichen Quellen und Plattformen vernetzt werden, um Verkehrs-, Koordinations- und Sicherheitsstandards für Drohnenflüge zu testen und zu etablieren. Für das dreijährige, vom BMDV mit 3,9 Millionen Euro geförderte Projekt, haben sich die Stadt Hamburg, Deutsche Flugsicherung, HHLA Sky, HPA und Karl Koerschulte zu einem multidisziplinären Konsortium zusammengetan. 

Services

Feldversuche unter Beteiligung zahlreicher Betreiber sowie konzeptionelle Arbeiten mit Fokus auf die Einsatzkoordination und Betriebsabläufe von BOS-Drohnen für U-Space-Lufträume. Darunter etwa den Vorrang für Such- und Rettungsdrohnen gewährleisten sowie den Datenaustausch und Kommunikation sichern. 

Spherie

Immersive Erlebnisse durch fliegende Sensoren

  • „Vollsphärische“ 360°-Aufnahmen
  • 3D-Scanning und Photogrammetrie
  • Immersive VR-Erlebnisse

 

Schwarze Drohne mit vier Rotoren und rotem Propeller in gedämpftem Licht.
Uneingeschränkte 360°-Aufnahmen per Drohne, so soll die Alltagswelt digitalisiert und immersiv erlebt werden.

Mission

Als Early Adopter hat Spherie, nach eigenen Angaben, die weltweit ersten international patentierten Drohnensysteme entwickelt, die uneingeschränkte 360°-Aufnahmen ermöglichen und wurde dafür bereits 2016 mit dem Webfuture Awards von nextMedia.Hamburg ausgezeichnet. Die Kameras sind auf der Drohne so positioniert, dass sie zwar eine vollständige 360°-Umgebung erfassen, sich selbst aber nicht filmen und damit zu fliegenden Sensoren werden, die immersive Erlebnisse schaffen. Zudem erfasst Spherie räumliche Daten der Umgebung, um eine präzise 3D-Darstellung des Raumes zu erstellen. In Kombination mit Augmented- und Virtual Reality bietet dies Lösungen für Medienproduktion, Immobilien und industrielle Inspektionen. Der Drohnenentwickler hat sich zum Ziel gesetzt, die Alltagswelt zu digitalisieren und sie in innovative, zukunftsweisende Erlebnisse zu verwandeln, die die Grenzen immersiver Technologien erweitern.

Services

Drohnendienstleistungen mit Fokus auf 360°-Virtual-Reality-Inhalte und Photogrammetrie, einem Verfahren, das aus Fotos 3D-Modelle erstellt. Zielgruppe: Tourismus, Industrie oder Medienproduktion. Die kompakten Copter-Systeme sind sowohl im Freien als auch in Innenräumen einsetzbar – etwa in der Elbphilharmonie.

Windrove

Akzeptanz für automatisiertes Fliegen

  • Lösungsorientierter Austausch
  • Mitgestaltung von Rahmenbedingungen
  • Akzeptanz für Drohnen steigern
Schwarze Drohne mit Kamera fliegt vor blauem Himmel mit weißen Wolken.
Wie kann die Akzeptanz von Drohnen gesteigert werden und klare Regeln geschaffen werden? Damit beschäftigt sich Windrove.

Mission

Windrove, kurz für „Wirtschaftliche Nutzung von Drohnen in der Metropolregion“, hat sich zum Ziel gesetzt, automatisiertes Fliegen sicher und akzeptiert in den urbanen Luftraum zu integrieren. Schließlich lassen sich Geschäftsmodelle nur erfolgreich am Markt etablieren, wenn die Bevölkerung von der Technologie überzeugt ist. Durch die Vernetzung von Nutzer:innen, Gestalter:innen und Anbieter:innen drohnenbasierter Services und Produkten in einem offenen und lösungsorientierten Austausch, sowie durch die Mitgestaltung klarer Rahmenbedingungen – also rechtliche, technische und organisatorische Regularien der Drohnentechnologie – steigert Windrove das Vertrauen in die Technologie. Und das Streben nach Akzeptanz geht in die richtige Richtung. 2025 befürworten 58% in einer BDLI-Studie den Einsatz kommerzieller Drohnen – 2019 waren es nur 44%. 

Services

Gegründet 2017 und angesiedelt bei Hamburg Aviation, ist das Netzwerk Anlaufstelle für diverse Stakeholder aus der Urban Air Mobility Community (UAM). Netzwerktreffen & Events, wie „Urban Air Hamburg“ oder Workshops, wie „Windrove x ZAL“, ermöglichen einen regionalen und internationalen Austausch.

Mehr zu Future Hamburg 

Sie möchten mehr über Innovationen erfahren oder das Netzwerk in Hamburg kennenlernen, dann sind Sie hier richtig.

Carmen Leichsenring
IHRE ANSPRECHPARTNERIN

Carmen Leichsenring

Projektmanagerin Future Hamburg
+49 40 / 41 11 10 - 639

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